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Arthrosetherapie und Arthrose

Injektionstherapie mit: Gelenke:

Über Gelenke werden die Knochen in unserem Körper beweglich miteinander verbunden.
Gesunde Gelenke ermöglichen uns eine schmerfreie Beweglichkeit im täglichen Leben z.B. bei der Arbeit oder bei Freizeitaktivitäten und Sport. Gerade aber im Sport werden die Gelenke unseres Körpers hohen Belastungen ausgesetzt.
Damit der Mensch bis in das hohe Alter körperlich aktiv bleiben kann, ist es wichtig, dass unsere Gelenke leichtgängig beweglich bleiben. Hierzu greifen verschiedene Mechanismen ineinander:
  • Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln sorgen für Halt und Beweglichkeit der Knochen.
  • Bei einem gesunden Gelenk sind die Knochenenden mit einer Knorpelschicht überzogen. Der glatte Knorpel erlaubt es, dass wir unsere Gelenke reibungsarm bewegen können. Der Knorpel ist nicht durchblutet, somit ist das Knorpelgewebe ausschließlich auf die Nährstoffversorgung durch die Gelenkflüssigkeit angewiesen.
    Bei Belastung werden verbrauchte Stoffe aus dem Knorpel gepresst und in der Entlastungsphase wird neue Gelenkflüssigkeit mit "frischen" Nährstoffen aus der Blutzufuhr der Gelenkinnenhaut in den Knorpel aufgenommen.
    Der fehlende direkte Zugriffs des Knorpels auf die Blutzufuhr macht es schwierig Medikamente über den Blutweg in ausreichender Konzentration in den Gelenkknorpel zu bringen.
    Aus diesem Grund ist die direkte Injektion von Medikamenten in das betroffene Gelenk von großem Vorteil.
  • Im Gelenk, insbesondere zwischen den Gelenkflächen befindet sich die Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit).
    Sie hat die Aufgabe:
    1. das Gelenk zu "schmieren", damit sich die Gelenkflächen leichter gegeneinander bewegen können
    2. die Knorpeloberfläche vor Abrieb zu schützen
    3. Stöße abzupuffern
    4. den Gelenkknorpel mit Nährstoffen zu versorgen
Arthrose, was ist das?

Im Laufe des Lebens kommt es zu Abnutzungs- und Verschleiß- erscheinungen des Gelenkknorpels. Dies ist ein natürlicher, langsam verlaufender Alterungsprozeß über viele Jahre. Diesen Verschleiß des Gelenkknorpels bezeichnet man als Arthrose.
Im Anfangsstadium der Arthrose, wo die Knorpelabnutzung noch relativ gering ist, sind meistens nur sehr wenige Beschwerden vorhanden. Einmal vorhandene Knorpelschäden können sich nach Abschluss des Wachstums nicht mehr regenerieren, sondern haben leider die Tendenz immer größer zu werden.
Hierdurch wird das noch vorhandene gesunde Knorpelgewebe im Gelenk stärker belastet. Mit dem Fortschreiten der Arthrose nehmen die Beschwerden dann kontinuierlich zu. Im Endstadium ist die Knorpelschicht nahezu komplett abgenutzt, so dass Knochen auf Knochen reibt, was meist mit einer sehr stark schmerzhaften Bewegungs-einschränkung einhergeht.
Ist der Knorpel komplett abgerieben kann er nicht wieder aufgebaut werden.
In diesem Stadium (man spricht von einer IV gradigen Arthrose) bleibt nur die operative Versorgung durch ein Kunstgelenk oder falls die nicht möglich ist, die operative Versteifung des Gelenkes (Arthrodese) zur Reduktion der Schmerzen.

Betroffen können alle Gelenke des Körpers sein.

Häufig findet sich die Arthrose jedoch an den Knie-, Hüft-, Schulter- und Handgelenken, sowie an den Gelenken der Wirbelsäule.
Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit und Schwere der Arthrose. Allerdings kann auch schon bei jungen Menschen eine Arthrose entstehen, insbesondere durch (Sport-) Verletzungen.

Mögliche Risikofaktoren zur Arthroseentstehung

  • Sportverletzungen (z.B. Bänderrisse / Kreuzbandrisse, Meniskusschädigungen)
  • Knochenbrüche mit Gelenkbeteiligung oder resultierenden Achsfehlstellungen
  • Einseitige langfristige Belastungen / Überbeanspruchung
  • Übergewicht
  • Achsfehlstellungen (X- oder O-Beine / Hüftdysplasie)
  • Bewegungsmangel
  • Gelenkentzündungen / -eiterungen

Je weiter die Arthrose fortgeschritten ist, desto mehr spielen auch entzündliche Prozesse im Gelenk eine Rolle.
Durch den Knorpelabrieb im Gelenk kommt es zu einer Reizung / Entzündung der Gelenkinnenhaut (Synovialis) mit Schwellung des Gelenkes und vermehrter Bildung von Gelenkflüssigkeit (Gelenkerguß).
Diese entzündlichen Veränderungen der Synovialis mit entzündlich veränderter Gelenkflüssigkeit führen dazu, dass der Knorpel nicht mehr ausreichen ernährt wird und der Krankheitsprozess weiter beschleunigt wird.
Diesen schmerzhaften Prozess nennt man aktivierte Arthrose.

Welche Beschwerden deuten auf eine Arthrose hin:

  • Anlaufbeschwerden (Morgensteifigkeit)
  • Wetterfühligkeit
  • Schmerzen insbesondere unter Belastung
  • Eingeschränkte Beweglichkeit in den betroffenen Gelenken
  • Schwellung und Überwärmung des betroffenen Gelenkes
  • Knirschen / Reiben in den Gelenken

Diagnose

Die Diagnose lässt sich neben den o.g. klinischen Symptomen in den meisten Fällen durch Röntgenaufnahmen des betroffenen Gelenkes sichern. Bei unklaren Fällen hilft ein MRT (Magnetresonanztomogramm) weiter.
Durch das MRT ist eine klare Stadieneinteilung möglich.
Der Schweregrad der Arthrose ist entscheidend für die Wahl der Behandlung.

Behandlungsmöglichkeiten der Arthrose:

Ziel einer effektiven Behandlung ist die Reduktion von Schmerzen und eine Verbesserung der eingeschränkten Beweglichkeit bedingt durch die Arthrose.

Die leichten bis mittelschweren Stadien der Arthrose werden überwiegend nicht-operativ behandelt.

Hier bieten sich die unten aufgeführten Injektionsbehandlungen an.

In späten Arthrosestadien (III - IV gradige) kommen vorrangig operative Verfahren zum Einsatz. (z.B. Implantation einer Hüft- oder Knietotalendoprothese).

Die nicht operative Behandlung ist einer der Schwerpunkte unserer Praxis.

Medikamentöse Therapie:

  • Häufig werden so genannte NSAR (Nicht steroidale Antirheumatika) eingesetzt welche entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Viele dieser Schmerzmittel wie z.B. Ibuprofen, Meloxicam, Indometacin oder Diclofenac bringen eine kurzfristige und schnelle Schmerzbesserung. Problematisch bei längerer Einnahme sind jedoch die Nebenwirkungen.
  • Glucosamine welche den Knorpelstoffwechsel unterstützen und somit die Zerstörung des Knorpels bremsen sollen.

Gelenkinjektionen:

Die Gelenkinjektionen bieten den Vorteil, dass das entsprechende Medikament in hoher Dosierung direkt in das Gelenk injiziert wird und unter Umgehung des Blutkreislaufes seine Wirkung auf den Knorpel entfalten kann. Der Organismus wird durch das verwendete Medikament nur gering belastet.

Gelenkinjektionen insbes. in das Knie- oder Hüftgelenk sind in der Regel nicht schmerzhafter als eine Injektion in den Gesäßmuskel.

Ein Nachteil der Gelenkinjektionen ist das geringe Risiko, dass es trotz aller Hygienemaßnahmen und sorgfältiger Desinfektion in seltenen Fällen zu einer bakteriellen Infektion des Gelenkes kommen kann, welche eine stationäre antibiotische Behandlung erfordert.

  • Kortison
    Eine Injektion von Kortison wird häufig bei Arthroseschmerzen eingesetzt. Kortison wirkt stark entzündungs- und somit schmerzhemmend. Ein evtl. vorhandener Gelenkerguß ,insbes. bei der aktivierten Arthrose, wird zuvor abpunktiert. Die Nebenwirkungen von Kortison auf den Gesamtorganismus sind bei Gelenkinjektionen vernachlässigbar gering. Der therapeutische Nutzen von Kortison muss mit der möglicherweise geringen knorpelschädigenden Wirkung abgewogen werden. Bei Diabetikern ist aufgrund des erhöhten Infektrisikos und einer vorübergehenden Erhöhung des Blutzuckerspiegels nach der Kortisoninjektion eine Kortisontherapie vom Nutzen/Risikoprofil genau abzuwägen. Kortisoninjektionen in die Gelenke sind eine Kassenleistung (obwohl der Arzt hierfür keine gesonderte Vergütung erhält )

  • Hyaluronsäure
    Hyaluronsäure ist eine natürliche körpereigene Substanz die in vielen Organen des Körpers, z.B. Haut, Augen und in den Gelenken wichtige Aufgaben erfüllt. In den Gelenken verleiht die Hyaluronsäure der Gelenkflüssigkeit ihre visköse Konsistenz und sorgt damit für eine gute Gleitfähigkeit. Durch den arthrosebedingten Knorpelabrieb und der entzündlich veränderten Gelenkflüssigkeit wird die " Gelenkschmiere verunreinigt und verbraucht "

    Bei einem stark entzündeten Gelenk, ist es sinnvoll bei der ersten Injektion von Hyaluronsäure ein Kortisonpräparat mit zu injizieren, da ansonsten die Hyaluronsäure durch den bestehenden Entzündungsprozeß zerstört und unwirksam wird.
    Die in das Gelenk injizierte Hyaluronsäure sorgt für eine neue verbesserte "Schmierung" des Gelenkes und reduziert den Schmerz. Normalerweise ist eine Behandlung von mindestens drei, besser fünf, Injektionen im wöchentlichen Abstand erforderlich.
    Die in unserer Praxis verwendeten Hyaluronsäuren werden biotechnologisch hergestellt und zeichnen sich durch hohe Reinheit aus. Sie enthalten kein tierisches Eiweiß, welches Allergien auslösen könnte und sind in der Regel gut verträglich.
    Eine Hyaluronsäuretherapie eignet sich für leichte bis mittelschwere Arthrosen aller Gelenke.
    Die Kosten für eine Hyaluronsäuretherapie, welche je nach gewünschter Injektionsmenge und gewünschtem Präparat zwischen 110 und 190 Euro pro Gelenk liegen, werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
    Wir können aber durch den Direktbezug von den Pharmafirmen den günstigen Direktbezugpreis an sie weitergeben.

  • Bewegungstherapie:
    Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt der Arthrosetherapie bei leichten und mittelschweren Arthrosen ist die Bewegungstherapie.
    Hier gilt der Grundsatz: Viel bewegen - wenig belasten. Wird ein an Arthrose erkranktes Gelenk nicht bewegt, schreitet der Gelenkverschleiß noch schneller voran. Es kommt zu einem Schwund der Muskulatur um das betroffene Gelenk sowie einer Einsteifung der Gelenkkapsel mit einer zunehmenden Verschlechterung der Beweglichkeit.

    Sinnvoll ist mäßige aber regelmäßige Bewegung in Form von gelenkschonenden Sportarten wie Wassergymnastik, Schwimmen (Entlastung des Körpergewichtes durch den Auftrieb des Wassers), Radfahren, Wandern und Nordic-walking sowie Krankengymnastik.

    Auch ist eine Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Menschen hilfreich.